C(K)hampagner aus dem Hause Hartmann

Rüttelpulte sind nicht einfach Schampushalter, sondern dienen dazu, die Hefe im Flaschenhals zu sammeln.
«Champagner darfst du unsere Schaumweine nicht nennen», betont Kathrin Hartmann, «diese Bezeichnung ist markenrechtlich enorm streng geschützt». Schreiben wirs halt so wie im Titel, zumal die Herstellungweise, wie sie CK-Weine praktiziert, der traditionellen Méthode champenoise ziemlich genau entspricht.
Und das geht so:
«Wir machen einen nicht ausgebauten Jungwein, einen Grundwein ohne Säurereduktion», erklärt sie, «dieser wird abgefüllt, dann kommen Hefe und Zucker dazu, die Flaschen werden verschlossen, und die zweite Gärung setzt ein». Dabei entstehe unter anderem die gelöste Kohlensäure, so Kathrin Hartmann.
Danach ist der Schaumwein allerdings noch lange nicht fertig. «Wir lagern ihn in einem Bunker auf dem Bürersteig rund zwei Jahre auf der Hefe. Das verleiht dem ck-Brut ein gehaltvolleres Aroma, lässt ihn länger haltbar werden – und vor allem kommt er so zu seiner typischen, lang anhaltenden Kohlensäure im Glas, zur sogenannten ‘Perlage’», führt sie aus.
Die Dosage machts
Nun muss die Hefe natürlich wieder zu den Flaschen raus. Deshalb werden diese auf Rüttelpulte gestellt, wo sie während Wochen so gedreht und immer mehr auf den Kopf gestellt werden, dass sich die Hefe im Flaschenhals sammelt – eine Wissenschaft für sich. Die abgesetzte Hefe lässt man dann zu einem Pfropf gefrieren. Wird die Flasche nun geöffnet, schiesst dieser mit zünftigem Knall raus – und dort, wo der Pfropf war, muss jetzt auch wieder etwas rein.
Dieses Etwas, Dosage genannt, sei das, was dem Schaumwein schliesslich die prägende Note verleihe, erläutert Hartmann, derweil die Dégorgier-Maschine dies alles – Flasche auf, Dosage rein und Verschluss drauf – in ein paar Zehntelsekunden besorgt. «Brut heisst, es wird vor allem mit Wein aufgefüllt, Sec ist mit ein wenig mehr Zucker». Die genaue Zusammensetzung der Dosage jedoch ist nicht nur bei Moët & Chandon, sondern auch im Hause Hartmann Betriebsgeheimnis.
Geschenkpaket mit Schaumwein-Trio
Wieso macht Ihr Euch diese Mühe überhaupt? «Die Schaumweinherstellung ist eben ein besonderes Steckenpferd von uns, eine Art Hobby», strahlt Kathrin Hartmann, «und so ein Schaumwein mit schöner feiner Perlage, das finde ich einfach ‘de Hit’».
Auch ein Hit, in dem nebst viel Können eben auch grosse Begeisterung steckt, ist sicher das günstige Dreier-Geschenkpaket, welches CK-Weine offeriert: Da bekommt man das Schaumweintrio ck-Brut, Brut Rosé und Brut Muscat noch bis Weihnachten zum Festtagspreis von 60 Franken.
Schliesslich sei empfohlen, mal den Schinznacher Riesling zu verkosten – nicht nur, aber auch weil diese weisse Spezialität, heuer übrigens Vize-Staatswein geworden, im Aargau einzigartig ist.






