Das Dorfmuseum gibt es seit 40 Jahren

Das nachgebaute Schulzimmer mit Wandtafel.
Das heisst, Schulklassen oder einstige Birrer Schülerinnen und Schüler kommen ins Museum, schauen sich die Dinge aus Haus und Hof sowie die Arbeitsgeräte der Bauersleute auf dem Feld an und können diese auch ausprobieren.
So fliegen die Späne beim Hobeln, die Klöppel, mit welchen die Bauersfrauen in Heimarbeit Spitzenbordüren für Trachten herstellten, können übereinandergelegt werden. Im obersten Stockwerk ist ein nachgebautes Klassenzimmer zu sehen, auf den alten Holzbänken liegen aufgeschlagene Schulbücher, der mit Fell überzogene Schulthek hängt am Stuhl. Auf der Wandtafel steht in geschwungenen Lettern «Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland», das Zitat des Schweizer Schriftstellers Jeremias Gotthelf.
Kurt Gieses verschiedene Berufe kommen ihm als Museumsleiter zugute: Schreiner, Psychiatriepfleger, Fahrlehrer und während 25 Jahren Gewerbeschullehrer für Lastwagenfahrer. Kurt Giese erzählt von seinem reichhaltigen Arbeitsleben und erwähnt, dass ihm Führungen durchs Museum am besten gefallen. Ende Januar führte er letztmals eine Klasse durch die verschiedenen Räume. Alle Besuche sind in einem Gästebuch aufgelistet. Ansonsten repariert er Gegenstände wie die Ledernähmaschine, er putzt und staubt ab.
Startschuss mit Ausstellung «Einst und Jetzt»
1960 zählte das Dorf Birr knapp 700 Einwohner. Die Ansiedlung der Industrie (BBC) löste einen Wohnungsbau-Boom aus, das Dorf veränderte sich sehr schnell. Die Menschen aus dem alten Dorfteil und die Zuzüger lernten sich anlässlich der Dorfwoche, mit kulturellen und gesellschaftlichen Anlässen kennen. Dazu gehörte auch die Ausstellung über die Landwirtschaft «Einst und Jetzt». Geräte und Werkzeuge wurden der Bevölkerung präsentiert. So kam der Wunsch auf, diese Objekte in einem Museum dauerhaft auszustellen und zu erhalten. Die Einwohnergemeinde konnte schliesslich die Liegenschaft an der Hinterdorfstrasse erwerben. Einige pensionierte Einwohnerinnen und Einwohner realisierten das Projekt mit Unterstützung der Gemeinde. Am 16. August 1980 wurde das Dorfmuseum schliesslich eingeweiht.
Das Museum kann jeden ersten Samstag im Monat von 13 bis 16 Uhr besichtigt werden, Voranmeldung für grössere Gruppen bei Museumsleiter Kurt Giese 056 444 80 94.























































