Spannendes Drumherum

Nach dem «hinteren» der beiden neuen Fachhochschulgebäude kann man links abzweigen und dank der neuen Zürcherstrasse-Unterführung ganz zwanglos nach Königsfelden wandeln.
Fiktiver Spaziergang als...
Weniger das Innere der neuen Fachhochschule, sondern dieses spannende Drumherum ist es denn auch, welches der gemeine Bürger künftig zu Gesicht bekommen wird, wenn er zur Bahnhof-Unterführung rauskommt.
Dann sieht er – machen wir mal einen fiktiven Spaziergang –, die Campus-Neubauten samt Campussaal-Eingang zur Linken, schon die Hallerbauten im Hintergrund. Dabei überblickt man den urbanen, mit einem regelmässigen Bodenfries versehenen Platz.
Diesen als solchen überhaupt erst erlebbar werden lässt die durchgehende Gledicien-Baumreihe, die entlang der Steinackerstrasse verläuft. Wer da von von Baum zu Baum wandelt, hat bald einmal den Durchblick: Man sieht zwischen den Fachhochschul-Neubauten, die mit einer Passerelle verbunden sind, hindurch Richtung Kreisel Bachthalen, über den die Schule erschlossen ist.
«Pass auf, Träumer», tadelt einen ein Velofahrer, wenig erfreut über das stehende Hindernis im dichten Langsamverkehr. Und schon erspähen wir, ein gemütliches Café passierend, das Gegenstück zum asphaltierten Platz, nämlich die grüne, weiche arkadische Zone «Campus Treppen», wo die Hangkante zu den Hallerbauten ganz neu inszeniert wird.
Zunächst begegnet man jedoch römischen Töpferöfen, die am Originalfundort sichtbar gemacht werden. Sie bzw. die Legionärspark-Besucher dürften den Platz zusätzlich beleben. Zumal der Königsfelder Park mit der neuen Personenquerung noch näher gerückt ist: Es geht einfach ums FH-Gebäude herum ebenerdig unter der Zürcherstrasse hindurch über eine flache Rampe ins Parkgelände.
...reale Aussicht
Die Umgebungsgestaltung ist Bestandteil des Campus-Baugesuches, das noch bis 10. August in Windisch aufliegt. Bisher seien, so die Bauverwaltung auf Anfrage, noch keine Einsprachen eingegangen. So dass der Campus-Spatenstich, wie von Bildungsdirektor Alex Hürzeler erhofft, wohl noch diesen Dezember erfolgen kann.
Das Lustwandeln über das Campus Forum jedenfalls ist gar nicht mehr so fern, wie es auf obigem Spaziergang erscheinen mag. Es soll ab Sommer 2012, wenn die neue Schule gebaut ist, möglich sein. Und den gemeinen Bürger, der zur Bahnhof-Unterführung rauskommt, wird nichts mehr an die seltsame Hinterhof-Situation erinnern, die da an einer der zentralsten Lagen des Schweizer Mittellandes vorherrschte.






