Jelmoli Brugg mit «Wohnstock»

Regionalillu

Die Rolltreppen werden neu um 90 Grad gedreht und verbinden das Unter- mit dem Parterre und dem 1. Obergeschoss.



Fust-Räumungsverkäufe (Fust bleibt als Fachmarkt im Gebäude) und viele leere Verkaufsflächen im insgesamt zwei Stockwerke hohen «Brugger City»-Kaufhaus der Jelmoli Immobilien AG, Zürich, geben seit einiger Zeit zu reden. Was passiert mit dem einst so erfolgreichen Kaufhaus, das heute noch ein gut gehendes Café Mor, ein Reisebüro, einen Coiffeursalon und den Fust beherbergt? Nun, jetzt weiss man es. Es liegt seit letzter Woche nämlich ein Umnutzungsgesuch für die Liegenschaft auf (diese ist in der Wohn- Gewerbe- und Ladenzone). Vorgesehen ist der Einbau eines Büros und von fünf 4 1/2-Zimmer-Wohnungen mit recht spannenden Grundrissen im zweiten Stockwerk.
Um den Wohnungen und dem Büro im 2. Stock genügend Licht zu geben, sind Fenstereinbauten, mitunter ein Aufbrechen der bestehenden Fassade, unabdingbar. Auch wird ein Innenhof eingerichtet (das Dach des 2. Stocks wird dafür teilweise geöffnet). Interessant die Terrassen- und Innenhof-Flächen, die für die einzelnen Wohnungen angeboten werden. Das «Wohnen im Kaufhaus» wird dadurch sicher recht attraktiv.
Gleichzeitig werden die bisherigen Schaufensterfronten abgebrochen, aber auf der gleichen Linie, bloss anders gestaltet, wieder aufgebaut. Im Innern wird die Rolltreppe vom Untergeschoss ins Parterre und von dort in den ersten Stock erneuert und um neunzig Grad gedreht. Das soll eine bessere Zugänglichkeit zu den einzelnen Verkaufsflächen gewährleisten.
Auf Anfrage erklärte Stefan Hess von der Jelmoli Immobilien AG in Zürich, dass man bereits mit an Ladenflächen interessierten Mietern verhandle, dass Fust und die bisherigen Mieter weiterhin bleiben würden und dass die Realisierung nach Erteilung der Baubewilligung wohl an die Hand genommen werden könne. Wenn denn die neuen Jelmolibesitzer die dafür nötigen Mittel sprechen würden.
Interessant auch, dass man in Zusammenarbeit mit der Stadt die bisher ziemlich unbefriedigende Verkehrslösung auf der Badenerstrasse (zwei nicht weit auseinanderliegende Fussgängerstreifen) verbessen möchte, damit der neu zentral gelegene Haupteingang mit optimaler Strassenquerung an den Lindenplatz angebunden werden könne.

 

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