Rund 190 Millionen für den Campus

Regionalillu


Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat, diese Campus-Hochschulflächen für 189,88 Mio. Fr. zu kaufen. Die Finanzierung kann über die bereits bestehende Finanzierungsgesellschaft Campus Brugg-Windisch vorgenommen werden.
 
Veränderte Finanzierungsbedingungen für Infrastrukturprojekte
2007 hatte der Grosse Rat entschieden, dass der Campus-Neubau durch einen privaten Bauherrn (HRS Real Estate AG) realisiert und dieser dem Kanton die Räumlichkeiten vermietet. Der Kanton wiederum hätte die Räumlichkeiten der FHNW untervermietet. Mit der Krise auf den Finanzmärkten haben sich die Bedingungen für Projektfinanzierungen verändert. Der HRS Real Estate AG wäre es zwar weiterhin möglich, eine Mietlösung anzubieten, aber statt mit variablem neu mit einem fixen Zinssatz, was dem Grossen Rat unterbreitet werden müsste.
 
Kaufoption wurde bereits gesichert
Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung über die Projektfinanzierung zwischen dem Kanton und der HRS im Jahr 2007 hatte sich der Regierungsrat das Recht gesichert, bei Nutzungsbeginn die Hochschulflächen käuflich zu erwerben.  Er hat nun entschieden, bereits jetzt anstelle der Mietlösung dem Parlament den Kauf der Hochschulflächen bei Nutzungsbeginn zu beantragen.
Kauf günstiger als Miete
Denn mit dem Kauf spart der Regierungsrat je nach Zinsentwicklung jährlich zwei bis vier Millionen Franken im Vergleich zu einer Mietlösung. Die Absicht des Regierungsrats, den Baukredit für die Erstellung der FHNW-Räumlichkeiten der HRS vom Kanton zu gewähren, führt zu einer zusätzlichen Einsparung von knapp 3,7 Mio. Franken. Der Kanton verfügt über einen hervorragenden Schuldnerstatus (AAA Rating durch Standard & Poor's). Deshalb kann er die Finanzierung zu merklich besseren Konditionen sicherstellen als die HRS über eine Bank.
Nach der Anhörung bis 5. Mai ist die Behandlung im Grossen Rat für die zweite Junihälfte geplant. In der Folge unterliegt der Grossratsbeschluss einer dreimonatigen Referendumsfrist. Nach deren Ablauf kann unmittelbar mit dem Bau begonnen werden, weil die Baubewilligung ja bereits erteilt ist.
Alle Hochschuleinrichtungen der FHNW im Kanton werden ab 2013 im Campus in Brugg-Windisch konzentriert sein (3’000 Studierende, 1’000 Dozierende). Da errichten der Aargau und die beiden Standortgemeinden ein neues, lebendiges, vom Verkehr entlastetes Stadtquartier.

 

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