Attraktiverer Neumarkt 2

In den Projekterläuterungen zum Baugesuch steht, dass der Neumarkt Brugg durch seine optimale Lage am Knotenpunkt Brugg-Windisch ein hohes Potenzial als Shopping-Center aufweist. In den letzten Jahren war aber eine stete Abwärtstendenz bei den Besucherfrequenzen festzustellen, obwohl Brugg im Retail Rating ein hoher Stellenwert zugesprochen wird. Konsequenterweise haben die Eigentümer einer sogenannten «Revitalisierung» zugestimmt.
Die Architekten halten weiter fest, dass dem Neumarkt Brugg eine Portalfunktion zukomme, diese aber beim Neumarkt 2 durch den Boutellier-Pa-villon und den verwinkelten Arkaden des Neumarkt 2 unvorteilhaft beeinflusst wird. Vor allem der Pavillon versperre den Hauptzugang ins Center und reduziere auch den Sichtbezug zum Bahnhof. Die Neumarkt 2-Fassade werde als abweisend empfunden, und im Innern sei die Mall verwinkelt und unübersichtlich.
Klärung durch bauliche Massnahmen
Von aussen wird die Eliminierung des Pavillons sowie die Begradigung der Fassade im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss die prägnantesten visuellen Änderungen bringen. Die Architekten schreiben: «Durch die Neugestaltung der Fassade im Erd- und 1. Obergeschoss verliert der Neumarkt 2 seinen verschlossenen Burgencharakter. Seine Beton-Tragstruktur aber wird mit den neuen Dachrandabschlüssen aus Beton neu formuliert. Die grosszügige Verglasung ermöglicht eine visuelle Verbindung zwischen den Ladengeschäften und dem Neumarktplatz. Mit der vertikalen Profilierung erhält die Fassade eine massgebliche Gliederung». Zudem werden die 45 Abschrägungen bei den sanierten Fassadenteilen und den Grundrissen komplett eliminiert.
Sämtliche Ladenfronten werden ersetzt und begradigt. Diese Massnahme erleichtert dem Kunden den Überblick über die einzelnen Geschosse und die Auffindbarkeit der Läden ist viel leichter. Im Obergeschoss wird die Mall bis an die Fassade weitergezogen, was einen interessanten Bezug zum Neumarktplatz schafft. Durch den Einbau eines zusätzlichen Oberlichts und der Aufweitung des Rolltreppenbereichs gelangt nochmal zusätzliches Licht in das Center. Im 1. Obergeschoss wird zudem eine bis heute fehlende, grosszügige, behindertentaugliche WC-Anlage eingebaut. Überhaupt wird auf hindernisfreies Bauen geachtet; so sind beispielsweise die Lift-Taster neu auf korrekter Höhe vorgesehen. Über bleibende und neue Mieter, über den Baubeginn und die Organisation der Baustelle wird zu einem späteren Zeitpunkt orientiert.







