«Das wird eine absolute Neukreation»
Zwei königliche Frauen versuchen den Weg ins Paradies zu ebnen, indem sie ein Kloster bauen. Für Félix Duméril sind die Königsfelder Festspiele der Inbegriff für spartenübergreifende Produktionen – und ebensolche lägen ihm besonders am Herzen.
Für die künstlerische Gesamtleitung des Festspiels 2012 ist Peter Siegwart verantwortlich. Unter seiner bewährten Leitung standen auch die Festspiele 2000, 2004 und 2008; mit dabei ist er seit Anfang der Neunzigerjahre. Begeistert schildert er eine Szene – so, wie sie vielleicht einmal umgesetzt wird: «Zwei Königinnen sind auf dem Plan, Elisabeth und Agnes. Die beiden Frauen messen eigenhändig das Feld aus! Am Tatort! Da wird der Grundstein für das Kloster Königsfelden gelegt.»
Es sei sehr faszinierend, den Stoff herauszuarbeiten und auf den Punkt zu bringen, sagt der Initiant verschiedenster musikalischer Projekte. «Es gibt kein Libretto, keine Musik, rein gar nichts. Wir schaffen eine absolute Neukreation». Auch die voraussichtlich zehn Tänzerinnen und Tänzer müssen noch anlässlich eines Castings am 11. März bestimmt werden.
Sicher ist: Die Besetzung wird international sein und hohen Qualitätsansprüchen genügen. Die Sängerinnen und Sänger werden aus der Crew des Vokalensembles Zürich rekrutiert, dessen Leiter und Gründer Peter Siegwart ist.
Spannungsvoller Brückenbau
«Momentan liegen die verschiedenen Teile auf dem Tisch», so Peter Siegwart. «Wir haben Texte aus historischen Quellen mit Barbara und Jürg Stüssi-Lauterburg erarbeitet und wir haben zeitgenössische Texte des Aargauer Schriftstellers Klaus Merz.» Und die Musik: Historische Kompositionen bis zurück ins 14. Jahrhundert stehen neuer Musik gegenüber, die Peter Siegwart eigens für das Festspiel komponieren wird. Die moderne Choreografie wird durch Gesangs- und Instrumentalmusik live begleitet. Auch da wird ein spannungsvoller Brückenbau inszeniert. Historische Instrumente erhalten als aktuellen Gegenpart ein Schlagzeug.
Meilensteine auf dem Weg ins Paradies
Gegenwärtig und noch bis Mai wird an Detaildramaturgie, choreografischem Konzept, Vorausproben für Musik- und Tonaufnahmen für den Tanz gearbeitet. Von Juni bis Juli ist die erste Probephase für den Tanz geplant. Die Endproben stehen im August auf dem Terminplan, sodass am 23. August die Premiere von «Unternehmen Paradies» stattfinden kann. «Das «Unternehmen Festspiel», so OK-Präsident Ernst Rothenbach, «ist ebenfalls bereits in voller Fahrt.»
Erfreulichen Rückenwind geben dem Budget im Umfang von rund 800'000 Franken die grosszügige finanzielle Beteiligung des Kantons Aargau, einiger namhafter Sponsoren (Aargauische Kantonalbank, Coop, Axpo, BDO, BRB) und diverser Stiftungen sowie Beiträge privater Gönner.






