Neue Römer-Ära
Römer-Projekte von Brugg Regio ergänzen Legionärspfad

Das neue Vindonissa-Museum ist gestartet, der Legionärspfad wird eröffnet, der Vindonissy-Wy ist getauft, die fahrende Taverne gebaut und römische Küche im Angebot (www.sternen-boezberg.ch): Der aktuelle Römer-Boom läutet in der Region ein neues Zeitalter kulturtouristischer Vermarktung ein.
Was natürlich in erster Linie dem Legionärspfad beziehungsweise dessen Supportern zu verdanken ist. Für kleinere, aber nicht minder feine Römer-Erlebnisse sorgen einige Projekte, die unter der Schirmherrschaft der Regionalplanungsgruppe Brugg Regio segeln und marketingmässig dereinst an Legionärspfad und Museum angeklinkt werden sollen. Über deren Stand wurde neulich in der unterdessen zum Legionärspfad-Besucherzentrum ausgebauten Klosterscheune informiert.
Römische Gaumenfreuden und Souvenirs
Zunächst zu den am weitesten gediehenen Unterfangen: Im Sternen Oberbözberg kann man, so berichtete der römerbegeisterte Wirt Thomas Schäublin, echt römisch speisen (mehr dazu später im Regional) – die feinen Kostproben an besagtem Info-Anlass machten Lust auf mehr. Die römischen Souvenirs von Kathi Zimmermann und Sabine Wyrsch sind längst da und harren der Aufnahme in den Online-Shop des Vindonissa Museums.
Römerrebberge: «Eröffnung Mai ‘10»
Das Projekt Rebe und Wein – die Römerrebberge in Villigen, Oberflachs, Schinznach-Dorf und Remigen wurden letztes Jahr angelegt und eingeweiht – gedeiht ebenfalls prächtig, wie von Winzer Bruno Hartmann (Hartmann Weinbau, Remigen) zu erfahren war. Bestes Zeugnis davon ist der Vindonissa-Wy (www.vindonissa-winzer.ch). Mit der auf Mitte Mai angekündigten Baubewilligung für die vier Museumsrebberge harze es im Baudepartement allerdings noch etwas, mokierte sich Hartmann. «Ende Jahr soll die Infrastruktur gebaut werden, so dass wir die Rebberge samt den dazugehörenden Bauten im Mai 2010 eröffnen können», äusserte er sich zum Zeitplan. 2010 kann auch die erste Ernte bei besagten Rebbergen, so dass 2011 der erste Römerwein wird kredenzt werden können.
Flussfahrten: Neustart
Weniger flott kommt das von Hans-Rudolf C. Lauper gemanagte Projekt der römischen Flussfahrten voran. Das Nein der Brugger Pontoniere, als trägerschaft fungieren zu wollen, macht einen Neustart nötig. Der Verein, der sich personell durchaus beteiligen möchte, machte geltend, dass das Material dem Militär gehört. Jetzt will man anderweitig auf Partnersuche gehen, auf dass sich das vorliegende – und bestechende Konzept – doch noch verwirklichen lässt.
Vision Römischer Gutshof
Von Brugg Regio angedacht wurde auch der Wiederaufbau eines römischen Gutshofes. Da hatte letztes Jahr eine Machbarkeitsstudie empfohlen, diesen als «Living History», als lebendige Baustelle mit authentischem landwirtschaftlichen Betrieb aufzuziehen. Wie gross die Hindernisse, was die Finanzierung oder den Standort angeht, auch sein mögen: «Behaltet diese spannende Idee als Vision bei», empfahl der anwesende Aargauer Kulturchef Hans-Ulrich Glarner.






