Windisch: ein Areal – drei neue Häuser

Visualisierung des Neubaus.
Foyer und Saal sind mehrheitlich unterirdisch und werden über einen Vorplatz und Eingang von der Unteren Klosterzelgstrasse erschlossen. «Damit wird das Quartier von Emissionen entlastet und ein ebenerdiger, barrierefreier Zugang zum Saal möglich», erläutert Thomas Minder, Vorsitzender der Bauexekutive.
In den oberen zwei Stockwerken (Niveau Kapellenweg) befinden sich Büro- und vielseitig nutzbare Gruppenräume. Neben dem Kirchengebäude entstehen gleichzeitig zwei Wohnhäuser mit insgesamt 9 Mietwohnungen auf dem Areal. «Die Wohnhäuser werden vom Verband EMK Schweiz finanziert und vermietet», so Thomas Minder.
EMK: Wachstum in Windisch
Dass man in Zeiten von vielen Kirchenaustritten eine neue Kirche baut, mag erstaunen. Auch die Evangelisch-methodistische Kirche, zu welcher weltweit rund 10 Millionen Menschen gehören, ist hierzulande vielerorts am Schrumpfen. In Windisch jedoch kommen zunehmend mehr Menschen in die Gemeinde und beteiligen sich am kirchlichen Leben. «Wir sind überzeugt, dass der christliche Glaube gerade von jungen Leuten wieder neu entdeckt wird und glauben, dass Menschen immer nach Sinn und Gemeinschaft suchen werden» sagt Pfarrer Ruedi Stähli, welcher seit 12 Jahren in Windisch wohnt und wirkt.
Natürlich sei der Neubau ein mutiger Schritt und eine Herausforderung für die Kirchgemeinde, welche sich fast ausschliesslich mit Spenden finanziert. Man spüre jedoch Aufbruchsstimmung in der Kirchgemeinde und Vorfreude über die neuen Räume, welche endlich den nötigen Platz und auch die Offenheit ausstrahlen, welche die Kirche kennzeichnen.
Ufbruch-Fescht
Bevor im Februar die Bagger auffahren können, muss das alte Gebäude geräumt werden. Weil dabei viel Mobiliar und angesammelte Dinge abzugeben sind, lädt die EMK am 24. Januar zu einem «Ufbruch-Fescht» mit Räumungsverkauf ein. «Für wenige Franken kann man Bauholz, Sanitär-Einrichtungen, Regale, Tischli, Dekoartikel und vieles mehr mitnehmen. Es hät solangs hät!», sagt Jan Mlekusch, welcher die Räumung koordiniert. Ausserdem warten Selfmade-Stände, Kinderspiele, ein Winterbeizli und die Pläne des Neubaus auf die interessierte Bevölkerung.
Übergangszeit in Gewerbehaus
Auf die Frage, wo sich die Gemeinde während der zweijährigen Bauzeit trifft, antwortet Ursula Fehlmann, Vorsitzende der Gemeindeleitung: «Wir werden zweimal im Monat im Ref. Kirchgemeindehaus Gottesdienst feiern. Die Reformierte Kirche stellt uns die Räume zu sehr freundschaftlichen Bedingungen zur Verfügung, wofür wir sehr dankbar sind». Ebenfalls konnte ein kleines Gewerbehaus mit 5 Zimmern in Hausen gemietet werden, in welchem die Aktivitäten unter der Woche wie Jungschar, Glaubenskurse, Chill Out oder Sitzungen stattfinden werden. «Das hellgelbe Haus vis à vis der Garagen Baschnagel und Wüst ist für uns ideal und bietet gerade auch für die Teenager und jungen Erwachsenen eine Homebase und Entfaltungsort während der Bauzeit», freut sich Sozialdiakonin Anya Meyer.























































