Aktuelle Ausgabe

Nr. 21 / 26.05.16

 

Vom Schmerz übers Verschwinden von Scherz

Fusionen (1): Eigenartiges Argumentarium

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Geht mit der Fusion nicht nur das Wappen, sondern auch das Herz von Scherz flöten?


(A. R.) - Villigen-Stilli, Brugg-Windisch, drei Schinznacher-, zwei Mettauertal-Anläufe, Bözberg, Birr-Birrhard, Brugg-Schinznach-Bad und eben Lupfig-Scherz: Auch beim nunmehr zehnten Fusionsvorhaben, das wir publizistisch begleiten, sind die Pro-Prämissen immer gleich... falsch.

 


 

Warum nicht einfach sofort abstimmen?

Fusionen (2): Zusammenschluss-Prozedere – State of The Art nicht wirklich smart


(A. R.) - Auf nationaler Ebene stimmen wir oft über äusserst komplizierte Sachfragen von erheblicher Tragweite ab – und dann wird das Ganze, meistens zumindest, nach und nach umgesetzt. Für simple Fusionsfragen auf lokalem Level allerdings machen sie, aktuell bei Brugg-Schinznach-Bad oder Lupfig-Scherz, zuerst immer ein grosses – und teures – Büro auf.


Und ewig droht die Abrissbirne
Damit die Fusions-Architekten ihr Haus nicht jahrelang ohne definitive Baubewilligung, quasi unter ständig drohender Abrissbirne, hochziehen müssen, wäre es doch naheliegend, wenn ihnen der Souverän gleich zu Beginn des Prozesses ein stabiles Fundament legte (oder eben nicht).

 


 

Auge in Auge mit Keiler Bruno

Region: Vom ewigen Leben des borstigen Wildschweins

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Schau mir in die Augen, Kleines: Nur sehr selten begegnen sich Mensch und Wildschwein und wohl noch seltener von Angesicht zu Angesicht.

 

(msp) - Wo immer er auftaucht, steht er im Mittelpunkt, als vielbeachteter Statist, Fotosujet und Glücksbringer zugleich: Der stattliche Keiler namens Bruno aus der Präparaten-Sammlung des  Aargauischer Jagdschutzvereins (AJV). Kaum ein Anlass zu den Themen Wald, Wild, Natur, aber auch keine Brevetierung von Jungjägern auf der Habsburg, findet ohne den stolzen Schwarzkittel statt.


Wer aber ist Bruno wirklich und wie ist er zu seinem zweiten Leben gekommen?


 

Tanz & Kunst lässts «leise brüllen»

Schule Windisch macht bei Kunstprojekt in Königsfelden mit

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Unter Anleitung von Patrick Grigo wird fleissig HipHop geübt.


(rb) - An sechs Vorstellungen vom 27. Mai bis 1. Juni 2016 wird sich die Mittel-und Oberstufe der Schule Windisch unter der künstlerischen Leitung von Brigitta Luisa Merki in der Klosterkirche Königsfelden einem grossen Publikum zeigen. Die Thematik: «leise brüllen». 120 Schülerinnen und Schüler profitieren von der Unterweisung durch erstklassige Lehrkräfte und Künstler.

 

Dieses Leitmotiv des grenz- und spartenübergreifenden Kunstprojekts benennt Gegensätze und Unterschiede; diese beinhalten sowohl äusserlich formale Zuordnungen wie auch unterschiedliche Gefühle, Zustände und Sinnesäusserungen.


 

Loorhof-Apfelsaft bleibt Gold wert

Schule Windisch macht bei Kunstprojekt in Königsfelden mit

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Obstbauer aus Überzeugung und Süssmoster aus Leidenschaft: Andreas Suter freut sich über die Goldauszeichnung und darüber, dass er in seinem Hofladen den prämierten «Powerdrink» neu auch in der handlichen 3-Liter-Bag-in-Box anbieten kann.


(msp) - Seit Januar 2014 bewirtschaftet die Generationengemeinschaft Suter den Obstbaubetrieb Loorhof in Lupfig. Genauso wie Vorgänger Heinz Leutwyler sind auch Christoph und Andreas Suter Süssmost-Profis erster Güte. Der Goldmedaillensegen für den Loorhof-Apfelsaft jedenfalls geht weiter: Zum 10. Mal in Folge wurde der fabelhafte Saft mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

 

Als «schön, angenehm und ausgewogen» ist der aus Apfelsorten wie Jonagold, Idared, Braeburn, Golden Delicous & Co. eingereichte Saft vom Loorhof durch die Fachjury beurteilt worden.


 

Mit «Gemini» in eine neue BWG-Ära

Bau- + Wohngenossenschaft Graphis plant Ersatzneubauten in Brugg

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Das Google Earth-Bild zeigt die Situation längs der Zurzacherstrasse in der Überbauung «Am Rain» aus der Vogelschau. Links die SVEA-Blöcke, rechts rot eingerahmt die durch Gemini zu ersetzenden alten Graphis-Wohnhäuser.


(rb) - Die 1949 von der Bau- + Wohngenossenschaft Graphis damals für 965’000 Franken erstellten 24 Wohnungen (Garagen folgten 1967) an der Zurzacherstrasse 52 und 54 im Gebiet «Am Rain» sind in die Jahre gekommen. Das diesen Donnerstag, 11. Februar, im Rathaussaal präsentierte Projekt «Gemini» wird sie ersetzen.

 

Am Anfang stand ein Studienauftrag, aus dem das Projekt «Gemini» der Zürcher Architekten Adrian Streich Architekten AG hervorging. Dieses wird heute Donnerstag um 17 Uhr an einer Vernissage im Brugger Rathaussaal erstmals gezeigt.


 

Park Innovaare in der Pole Position

Villiger Innovationspark nun unter nationaler Dachmarke

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Illustration des Innovationspark, wie er auf der Wiese gegenüber dem SLS-Ufo zu liegen kommen soll.


(A. R.) «Während anderswo der Startschuss gefeiert wird, wird hier schon gearbeitet», freute sich Ständerätin Pascale Bruderer am Montag in Villigen über die Pole Position, die der «PARK InnovAARE» innerhalb des von Bundespräsident Johann Schneider-Ammann in Bern lancierten Schweizerischen Innovationsparks einnimmt.

 

Auch Hubert Zimmermann, VR-Präsident  der Innovaare AG, kam im letzten September eröffneten «Delivery Lab» auf das hohe angeschlagene Tempo zu sprechen – und konnte als Gäste eben auch die Teams dreier Firmen begrüssen, die da bereits munter am «Laborieren» sind: Advanced Accelerator Technologies AG, Leadxpro, die sich der Entdeckung von pharmakologisch aktiven Wirkstoffen widmet, sowie Nomoko, welche die Kamera neu zu erfinden sucht.

Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann betonte, dass angesichts der angekündigten Alstom-Entlassungen es gerade die Innovationsfähigkeit der Schweiz sei, die Hoffnung mache. «Der Park Innovaare ist die geradezu symbiontische Weiterentwicklung des PSI», verdeutlichte er den – auf die Beschleunigeranlagen des grössten Schweizer Forschungsinstituts gerichteten – Innovations-Fokus.


 

«Der höchste Biberdamm im Aargau»

Schinznach-Dorf: Das mannshohe Nager-Werk staut den Längibach

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(A. R.) - «Dieses Naturschauspiel geniessen und die Natur Natur sein lassen, solange es geht»: So lautet gemäss dem zuständigen Vizeammann Peter Zimmermann die Devise des Gemeinderats, was den Umgang mit dem imposanten Biberdamm am Längibach angeht. Dieses Fliessgewässer zwischen Feldweg und Autobahn hat «Meister Bockert» auf einem ansehnlichen Abschnitt in einen veritablen Stausee verwandelt.

 

«Das ist der grösste Biberdamm im Aargau», bestätigt Christian Tesini, Biberspezialist beim kantonalen Departement für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Das Biber-Revier am Längibach weise zudem diverse weitere kleine Dämme, eine regelrechte «Damm-Kaskade», auf.


 

Die Maul- und Klauenseuche vor 50 Jahren

Der grosse aargauische Seuchenzug von 1965/66 verschonte den Bezirk Brugg nicht

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Links der einstige Gutshof im Bad Schinznach (Aufnahme aus den 50er-Jahren von Otto Wyrsch), wo heute das Aquarena-Parkhaus steht. Vis à vis das 1786 errichtete «Hofratsgebäude», das zum Thermi umfunktioniert wurde. Auf dem Feld unterhalb des Hofes befindet sich heute die Driving Range des Golfklubs. Die Agrarflächen im oberen Teil des Bildes sind ebenfalls zu Golfplatz-Flächen umgestaltet worden.


(H. P. W.) - An den Silvestertag 1965 auf dem damaligen landwirtschaftlichen Gutsbetrieb von Bad Schinznach erinnert sich Elisabeth Rubin-Hess in Schinznach-Dorf noch sehr gut: Der Schwiegervater Alfred Rubin sowie seine beiden Söhne – Hans Rubin, ihr Mann, und Karl Rubin, der Schwager – kamen ins Wohnhaus und sagten, im Stall stimme etwas nicht. Der benachrichtigte Brugger Tierarzt Walter Müller erschien sofort und stellte den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche fest. Der gesamte Tierbestand, 37 Stück Rindvieh und 30 Schweine, wurde unverzüglich in den Seuchenschlachthof Zürich abtransportiert und notgeschlachtet.

 

Der Hof wurde abgesperrt und die Pächterfamilie Rubin unter Quarantäne gestellt. «Wir haben uns oft gefragt», rätselt Elisabeth Rubin noch heute, «wieso es uns traf; niemand wusste es».


 

Adieu Jean...

Zum Tode von Jean Deroc,
Doyen der Schweizer Tanzszene

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Jean Deroc 1952 mit Natascha Trofimowa an den Berliner Musikfestwochen.


«Salut, Jean» begrüsste ich seit über 30 Jahren den grossartigen Choreographen und Tänzer Hans Leibacher, dit Jean Deroc. «Adieu Jean» muss ich nun sagen. Schweren Herzens – aber auch mit einiger Erleichterung: Denn er durfte Ende Dezember 2015, nachdem er noch am 5. Mai 2015 in den Bewegungsräumen Brugg mit vielen Gästen seinen 90. Geburtstag feiern konnte, diese Welt verlassen, bevor ihm eine sich abzeichnende, fortschreitende Demenz sein Urteilsvermögen nahm.
Dieses stelle er noch Mitte November 2015 unter Beweis, als er, geschwächt zwar, aber alert, an der Premiere des Dokumentarfilms über sein Schaffen an den Winterthurer Tanztagen teilnehmen konnte. Und einen letzten Besuch vor dem Regional-Redaktionsfenster an der Stapferstrasse machte er noch vor Weihnachten 2015.

 


 

Argumente wider Wiederauffüllung

Ehemalige Tongrube Eriwis, Schinznach-Dorf: Besorgte Bürger empfehlen
dem Gemeinderat, auf seinen Beschluss zur Rekultivierungspflicht zurückzukommen

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(A. R.) - «Diese Oase der Natur wird von den neuen Eigentümern seit 15 Jahren gratis gepflegt – und sie ist schon da und muss eben nicht wie andere Ausgleichsmassnahmen mühsam woanders geschaffen werden», verdeutlichte Silvia Urech, Präsidentin des Vereins Natur und Landschaft Schenkenbergertal, den «Widersinn, das intakte Naturparadies ohne Not zu zerstören» respektive einen Teil der Eriwis wieder aufzufüllen. «Dieser “Kompromiss” des Gemeinderates ist hier nicht angebracht», unterstrich sie (Bild oben) doppelt.
 
«Bundesamt bezahlte – sicher nicht für Wiederauffüllung»
Sukkurs erhielt Silvia Urech am Montag vor Ort unter anderem von Felix Naef, Landschaftsarchitekt aus Oberflachs. «Dieser einmalige Lebensraum mit den stark besonnten Hängen beherbergt über 100 verschiedene Wildbienenarten sowie Orchideen und seltene Vögel.»


 

«Obergrüt»: Dringend benötigter Wohnraum für Brugg

Total 50 Einheiten an der Habsburgerstrasse geplant

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Gut auf unserer Luftaufnahme zu erkennen der Acker, auf dem das «Obergrüt» realisiert wird. Fünf Häuser werden die insgesamt 50 Wohnungen aufnehmen.


(rb) - Von dieser lange erwarteten Attraktion auf dem Sektor Wohnungsbau in Brugg redet man seit zwei Jahren. Auch an der AKB-Immo-Messe vom kommenden Samstag steht sie im Mittelpunkt, die von Hartmann Keller Architekten, Windisch, gemeinsam mit der Stadt Brugg konzipierte Überbauung «Obergrüt» an der Habsburgerstrasse in Brugg.

 

Hier entstehen an einmaliger Lage in fünf Gebäuden insgesamt 50 Wohnungen.


 

Mit geschultem Schwung in den Frühling

BewegungsRäume Brugg (BRB): attraktive Kurse

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Bewusst wie: Dorothee Rothenbach steht ein für ein professionell geleitetes Bewegungsangebot.


(A. R.) - Fans der geschulten Bewegung aufgepasst: In den Bewegungsräumen an der Stapferstrasse 27 und 29 bieten bestens ausgebildete Fachkräfte eine breite Palette spannender – und entspannender – Kurse. Wobei es – ob nun Feldenkrais, Capoeira oder Vinyasa Flow Yoga – vor allem auch um Bewegungs-Freude geht.


«Bei uns sind nicht zuletzt “Flow und Fun” wichtig – dabei liegt der Fokus allerdings auf einer hohen Lehrerqualität», erklärt BRB-Chefin Dorothee Rothenbach ihr Konzept, welches sich nunmehr seit über einer Dekade bewährt hat.


 

«“Place to be” der besten Köpfe»

PARK innovAARE, Villigen: Gesamtprojektleiter Daniel Kündig im Regional-Interview

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«Hier beginnt die Zukunft», sagt Daniel Kündig und deutet auf das Gelände neben dem PSI mit seinen Beschleuniger-Anlagen, wo der PARK innovAARE dereinst florieren soll.


(A. R.) - Laut Daniel Kündig soll der Innovationspark in der Villiger Hightech-Zone zu nichts weniger heranwachsen als zum «“Place to be” für innovative nationale und internationale Unternehmungen und der besten Köpfe im Umfeld von beschleuniger-basierten Innovationen». Nun, je höher die Ansprüche, desto kritischer unsere Fragen – diesen stellt sich der Chef-Stratege nachfolgend:


Der Stanford Industrial Park des Silicon Valley wurde 1951 gegründet. Gäbe es 2015 nicht etwas Innovativeres zur Innovationsförderung als einfach nochmals einen Innovationspark?


 

Claude Nicollier: Wir sind nicht allein

FHNW Windisch: Der einstige Astronaut schilderte verschiedene Aspekte der Raumfahrt

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Space Shuttle über Brugg-Windisch im Juni 2005

(A. R.) - «Es gibt 100 Milliarden Galaxien, die je wiederum 100 Milliarden Sterne aufweisen, wovon die meisten Planeten haben: Es dürfte im Universum verschiedene Arten von Leben geben – dass wir damit auf der Erde alleine sind, kann ich mir nicht vorstellen.»


So beantwortete Nicollier eine entsprechende Frage aus dem enorm zahlreichen Publikum, welches am Interface-Podium dem Referat des einzigen Schweizer Raumfahrers lauschte.


 

Bewegungslust, fliesst, bewusst

Seit Jahren erfolgreich in den Bewegungsräumen Brugg: «Vinyasa Flow Yoga» von Marina Rothenbach

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«Lässig an Yoga ist, dass es für alle zugänglich ist. Ob jung oder alt, beweglich oder unbeweglich, kräftig oder nicht, von allen Übungen gibt es verschiedenste Varianten. So können alle zusammen trainieren – und trotzdem kommt jeder voll auf seine Kosten», erklärt Marina Rothenbach, die hier eine etwas ambitioniertere Asana-Version zeigt (liebe Kinder: bitte zuhause nicht nachmachen...).


(A. R.) - Warum soll ich bezahlen, um bei Dir stundenlang im Lotussitz zu verharren? «Damit hat Vinyasa Flow wenig zu tun», lacht Marina Rothenbach, «ich unterrichte einen äusserst dynamischen Yoga-Stil, da werden die Yoya-Übungen, die Asanas, fliessend aneinandergereiht».

 
Nichts Statisches also, und auch nicht einfach 90 Minuten Atemübungen, sondern sehr aktive Kräftigung der Muskulatur und abwechslungsreiche Förderung von Beweglichkeit, Balance, Ausdauer und Konzentration: Das erleichtert den Zugang zu dieser indischen Lehre ungemein, gerade auch für Sportler, sagen wir mal wie für A. R.


 

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